seide und dalí..

in kristallklaren wahrheiten möchte ich ertrinken. hindurch schwimmen durch das getöse. wach werden. die kühle des wassers spüren. aufwachen. dranbleiben. neue dämme bauen. neue träume errichten. verrückt werden.

was sagst du? ich friere nicht, nein. ich fröstle trotzdem. dahingetrieben. dahingeschrieben. neue tage erfunden. murmeln gezählt und esel gestreichelt. bilder gemalt, noten gezeichnet. tasten des klaviers aufpoliert. auf anderen wegen gewandelt. und sich verirrt. verirre ich mich in dir? oder in mir? ich will abtauchen. komm ich dann auch wieder hoch? tausendmal schon alles hin und her gewälzt. mir wird schlecht. wo ist der schalter, den ich umlegen kann? schwebezustände. die kleider lassen zu viele einblicke zu. auftauen. beschleunigen. nein. nicht zu schnell zerschmelzen. dem prozess nicht vorgreifen. noch nicht stattgeben.

die blätter fallen. es raschelt an den füßen. rote schuhe erden. und zaubern. ein lächeln auf meine lippen. und auf seine. die hochhackigen. ich bin ein erdenkind. hohes ist wenig. aber farbe für die haare. rot.

grellgrüne schattenbäume treiben schillernd auf mich zu. am rand des bachs. seide hüllt mich ein wie leise musik. spielt auf meiner haut das notenblatt auf und ab. der boden unter meinen nackten sohlen dringt herbstbuntmodernd in mich ein. der wald umarmt mich treu.

salvador dalí das bärtchen gestutzt. die mona lisa grinst sich eins. mit der schere in der hohlen hand. und die zeit zerrinnt wie sand zwischen unseren warmen fingern.

in der mongolischen jurte wird ein kind geboren. ich sehe zu. es ahnt nichts von dem trubel in der welt. später wird es reiten, schnell wie der wind, ein yak einfangen, die roten wangen mit butter beschmieren damit sie nicht auffrieren. weit weg vom rest der welt. ich will mit dir reiten, schönes kind.

grasnarben verheilen auf dem rauen boden. so wie meine narben in der stille der steppe liegen bleiben. ich steige auf mein pferd und schließe mich der karawane an, um zurück ins leben zu finden.

mohnblumenrote liebeslippen reihen sich ans himmelbau um die pupillen.

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msp

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2 Gedanken zu “seide und dalí..

  1. „Das wagemutige Würfeln mit Farben. Das Zittern. Die Zeit im Glas. Das zerbrechliche Glas in der Zeit. Es schneit in den Farben. Wir werden eingeschneit…“
    Groussac, Paul

    Gern gelesen!

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